SCHÖNHEIT MIT VIELEN GESICHTERN

Die Welt zwischen Granittürmen und Sandstränden

Wer über den Nordosten Sardiniens spricht,
wird immer wieder mit einer Weltmarke konfrontiert: der Costa Smeralda.
Der Küstenstreifen ist der Inbegriff der "Schönen und Reichen, Stars und Sternchen".

In den Frühjahrsmonaten sieht jedoch die Welt an der berühmten Küste
mit dem türkisblauen Meer und den weißen Sandstränden anders aus:
die Glitzerwelt ist noch nicht aus ihrem Winterschlaf erwacht.

Begleiten Sie uns auf dem Rad durch die wilde Schönheit Sardiniens.

WAS FÜR EINE INSEL

Der "vergessene Kontinent" ist mit einer Fläche von 24.090 Quadratkilometern die zweitgrößte Insel im Mittelmeer.

Der Vergleich zu Mallorca macht den Unterschied. Sardinien steckt Mallorca gleich mehrmals in die Tasche. Um genau zu sein: fast sieben Mal. Eine Autofahrt von der Süd- zur Nordküste dauert etwa vier Stunden und die Küstenlänge beträgt 1.850 Kilometer.
Auf Sardinien, wo immer man auch hinblickt, sieht man einen unveränderten Horizont aus Wasser.
400 km ist es von Genua entfernt, 330 km von den Balearen, 240 km von Rom und 180 km von Afrika.

SONNE, MEER UND RAD

Wer seinen Radurlaub in Sardinien verbringt, der kann sich auf viel Sonne einstellen. Das mediterrane Klima auf der zweitgrößten Insel im Mittelmeer sorgt für rund 300 Sonnentage im Jahr.
Sardinien ist ein in sich riesiger Naturpark mit einer sehr artenreichen Vegetation. Große Flächen der Insel sind mit dichter Macchia überzogen, welche die Insel ganzjährig zu einem grünen Paradies machen. Das milde Klima des sardischen Frühlings sorgt im April und Mai für eine unglaubliche Blütenpracht der Macchia.

Bei soviel Natur macht dann auch das Rad fahren Spaß.

WUNDER KORK

Es ist einer jener Materialien, die wir im täglichen Gebrauch zu schätzen wissen: ob als Flaschenverschluss für den edlen Rotwein, als Pinnwand, orthopädische Einlagen oder isolierendes Bau- und Dämmmaterial. Kork ist ein außergewöhnlicher, 100%ig natürlicher Rohstoff.

Kork ist das wichtigste Exportgut Sardiniens. Fast 80% der italienischen Korkproduktion stammt aus Sardinien. Vor allem in der Gallura-Region um Tempio Pausania stehen die größten Korkeichenwälder Sardiniens.

DIE COSTA SMERALDA-STORY

Die Costa Smeralda, "Smaragdküste", ist ein 55 km langer Küstenstreifen mit einem 30 qkm umfassenden Küstengebiet. Ismailiten-Prinz Karim Aga Khan entdeckte und kaufte diesen wilden Landstrich in den 60er Jahren. Er erfand den Kunstnamen "Costa Smeralda" als geschützten Markennamen und schuf eine "Traumwelt" nach seinen Vorstellungen.
Das 1962 gegründete "Consortio Costa Smeralda" wachte fortan über die Einhaltung der von Aga Khan erlassenen, strengen Vorschriften. Es entstand eine Bilderbuchlandschaft, wo das Auge nicht an klotzigen Umweltsünden und schnöden Massenhotels hängen bleibt.

DIE EPOCHE DER NURAGHEN

Monumente für die Ewigkeit. Die Hinterlassenschaften des Nuraghenvolkes sind auf der ganzen Insel zu bewundern - etwa 7.000 Nuraghentürme und 400 Gigantengräber gibt es noch auf Sardinien. Die kegelförmigen, gewaltigen Steintürme sind Zeugen der berühmten Nuraghen-Kultur.
Etwa 1.800 v.Chr. taucht dieses geheimnisvolle Volk erstmals in den geschichtlichen Überlieferungen auf und lebte bis etwa 250 v. Chr. Woher das Volk stammt, ist bis heute wissenschaftlich nicht geklärt.
Die megalithischen Denkmäler sind auch nach Jahrtausenden immer noch gut erhalten.